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Handels- und Wirtschaftsbeziehungen

Seit vielen Jahren ist Deutschland einer der wichtigsten Handels- und Investitionspartner von Belarus. 2017 lag die BRD an vierter Stelle in Bezug auf den Warenumsatz.

Die dynamische Entwicklung der Wirtschaften von Belarus und Deutschland im Jahre 2017 trug zu einem wesentlichen Anstieg des belarussisch-deutschen Handels nach dem dreijährigen Rückgang bei. Dieser positive Trend hält auch 2018 an.

Dynamik des belarussisch-deutschen Handels

Mio. US-Dollar

Zeitraum

Warenumsatz

Ausfuhren

Einfuhren

Saldo

2013

4 788,0

1 753,5

3 034,5

– 1281,0

2014

4 104,9

1 654,1

2 450,8

– 796,7

2015

2 471,5

1 086,5

1 385,0

– 298,5

2016

2 276,9

944,3

1 332,6

– 387,3

2017

2 845,1

1 118,1

1 727,0

– 608,9

Januar-August 2018

2 187

957,3

1 229,7

– 272,4

Januar-August 2018 zu Januar-August  2017, % 

123,4

136,9

114,6

 

Die belarussischen Ausfuhren auf den deutschen Markt sind weitgehend diversifiziert. Belarus exportiert Produkte nach Deutschland in mehr als 550 Warenpositionen.

In der Struktur der belarussischen Exporte entfällt traditionell der größte Anteil auf Lieferungen in fünf Produktgruppen: Mineralprodukte; Produkte der Forst- und Holzwirtschaft; unedle Metalle und Erzeugnisse aus unedlen Metallen; Maschinen, Ausrüstungen, Geräte und Instrumente; chemische Produkte.

Insgesamt setzten sich die Ausfuhren 2017 wie folgt zusammen:

Mineralprodukte (Erdöl und и Erdölprodukte)

54,6 %

Produkte der Forst- und Holzwirtschaft

13,2 %

unedle Metalle und Waren daraus

11,7 %

Maschinen, Ausrüstungen, Geräte und Instrumente

6,6 %

Produkte der chemischen Industrie

4,8 %

Textilien und Textilwaren

3,0 %

Produkte der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie

2,4 %

Der bilaterale Handel ist durch große investitionsbezogene Importvolumina aus Deutschland gekennzeichnet, die auf Lieferungen von Maschinen, Ausrüstungen und Fahrzeugen beruhen.

Die Importstruktur 2017:

Maschinen, Ausrüstungen, Fahrzeuge, Geräte und Instrumente

55,3 %

Produkte der chemischen Industrie

24,3 %

unedle Metalle und Waren daraus

 

6,9 %

Produkte der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie

5,6 %

Produkte der Forst- und Holzwirtschaft

2,6 %

Textilien und Textilwaren

2,2 %

Verschiedene gemeinsame Wirtschaftsveranstaltungen werden jährlich durchgeführt, um den belarussisch-deutschen Handel- und die Investitionskooperation anzukurbeln. Dazu gehören vor allem Sitzungen der Arbeitsgruppe für Handel und Investitionen, Energieforen, Tage der belarussischen Wirtschaft in Deutschland und der deutschen Wirtschaft in Belarus. Zur Stärkung des Dialogs zwischen den belarussischen und deutschen Geschäftskreisen wurde der Belarussisch-Deutsche Unternehmerrat ins Leben gerufen, dessen letzte Sitzung im Juni 2017 stattfand.

Die Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen fördern erheblich die Messe-Events, an denen Geschäftsleute und Entscheidungsträger aus Deutschland und Belarus teilnehmen. Jedes Jahr kommen belarussische Delegationen nach Deutschland zu den großen internationalen Messen wie CeBIT, Hannovermesse, Internationale Grüne Woche, ITB, IFA, Agritechnika und Ligna.

Ein wichtiger Bestandteil der deutsch-belarussischen Wirtschaftsbeziehungen ist Kredit- und Investitionskooperation. Traditionell ist Deutschland einer der wichtigsten Kreditgeber für Belarus. Zahlreiche Außenhandels- und Investitionsprojekte werden über hermesgedeckte Exportkredite der deutschen Finanzinstitutionen finanziert, die in erster Linie auf die Modernisierung der belarussischen Unternehmen ausgerichtet sind.

Im Jahre 2017 wurden Investitionen aus Deutschland in Höhe von 142,1 Mio. USD in Belarus registriert, darunter direkte Investitionen – 87,5 Mio. USD, direkte Nettoinvestitionen– 26,5 Mio. USD. In der ersten Hälfte 2018 – 311,3 Mio. USD, einschließlich der direkten Investitionen – 77,4 Mio. USD, direkte Nettoinvestitionen – 52,1 Mio. USD.

Auf dem belarussischen Markt spielen deutsche Unternehmen eine bemerkenswerte Rolle auch als Direktinvestoren. In Belarus sind 306 Unternehmen mit deutschem Kapitalanteil, sowie 90 Vertretungen deutscher Firmen tätig. Besonders aktiv sind deutsche Investoren in solchen Branchen wie Industrie, Transport, Landwirtschaft, Handel und Lebensmittelindustrie.