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Geschichte der Botschaft

Die Botschaft der Republik Belarus verfügt in Berlin über zwei unter Denkmalschutz stehende Villen (Am Treptower Park 31 und 32), deren Entstehung in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückreicht.

1875 ließ sich der vermögende Gärtnereibesitzer und später Amtsvorsteher Martin Hoffmann von den Architekten Weiße und Wichmann ein Wohnhaus am Verbindungsweg von Köpenick nach Berlin errichten. Dieser Vorgängerbau der heutigen Botschaft leitete die Bebauung der Köpenicker Straße ein. Durch den Um- und Ausbau entstand ein anspruchsvolles mehrgeschossiges Bauwerk im Typus der Berliner Grünewaldvillen.

Bis 1933 diente die Villa als Wohnhaus, nach Kriegsende wurde darin ein Postamt eingerichtet.

Im Dezember 1996 wurde das Gebäude von der Regierung der Republik Belarus erstanden. Bevor aber dieses die Botschaft bezog, wurde es Anfang 1997 grundlegend saniert und modernisiert. Vorhandene Fenster und Türen wurden restauriert, Decken und Stuck originalgetreu ausgebessert, Treppengeländeteile nach alten Vorlagen ersetzt. Erwähnungswert demnächst ist, dass im Gebäude ein eingemauerter Panzerschrank der Firma Franz Krupp aus Weißensee aus dem Jahre 1900 erhalten geblieben ist, der aufgearbeitet wurde und jetzt wieder benutzt wird. Im Haus befinden sich zurzeit hauptsächlich Mitarbeiterbüros.

Das zweite Gebäude (Am Treptower Park 31), das 2000 von der Republik Belarus erworben wurde, ist auch ein historischer Bau. Er wurde vom bekannten Architekten und Maurermeister Paul Höfchen 1888 für den Bauherrn Wilhelm Koppen am damaligen Köpenicker Weg errichtet und nach der Gattin des Besitzers Luise Koppen „Villa Luise“ benannt.

Von vier Achsen des klassizistisch dekorierten zweigeschossigen Gebäudes ist die dritte durch ihre Dreiteiligkeit und einen Giebel besonders betont. Ein Drempel und eine Balustrade als Attika schließen die Villa ab.

Die Schönheit dieses Hauses hat auf den bekannten Dichter und Journalisten Theodor Fontane (1819-1898) so einen starken Eindruck gemacht, dass er nicht umhin konnte, es in seinen Werken „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ zu erwähnen.

2002-2003 wurde das Gebäude saniert und Anfang Juli 2003 zum Nationalfeiertag der Republik Belarus seiner neuen Bestimmung als Botschaft übergeben. Ins Haus zog die Konsularabteilung ein. Hier fanden auch repräsentative Räume der Botschaft ihren Platz.