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32. Jahrestag und der Internationale Gedenktag der Tschernobyl-Katastrophe

Am 26. April 1986 wurde die Welt von einer schrecklichen Tragödie erschüttert: eine Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl im Norden der Ukraine (damals Teil der UdSSR). Dieser Unfall war die größte von Menschen verursachte Katastrophe in der Geschichte der Kernenergie. Als Folge der Explosion wurden große Mengen radioaktiver Substanzen in die Atmosphäre geworfen, die sich dann im westlichen Teil der UdSSR und in Teilen Europas ausbreiteten. Radioaktive Umweltverschmutzung hat das Leben von Millionen von Menschen für immer verändert. Die Folgen dieser Katastrophe sind noch immer spürbar.

Für Belarus ist die Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl von besonderer Bedeutung. Die Folgen des Unfalls betrafen einen erheblichen Teil des Territoriums des Landes und führten zur Umsiedlung und Störung der normalen Lebensweise Hunderttausender Belarussen. Die Überwindung der langfristigen Folgen des Unfalls von Tschernobyl erfordert große nationale Anstrengungen und den Ausbau neuer Partnerschaften, um die nachhaltige Entwicklung der betroffenen Regionen zu fördern und Innovationen und Investitionen anzuziehen.

Die Wiederherstellung belasteter Gebiete, die Wiederbelebung der Wirtschaft und die Schaffung sicherer Bedingungen für die Bewohner der betroffenen Gebiete sind für die Regierung von Belarus als eines der am stärksten betroffenen Länder nach wie vor eine dringende Aufgabe.

Im Hinblick auf die Überwindung der Folgen der Katastrophe ist die internationale Zusammenarbeit im Tschernobyl-Problem von besonderer Bedeutung.

Im Jahr 2016 erkannte die Generalversammlung der Vereinten Nationen in ihrer Resolution das anhaltende Erbe der Tschernobyl-Katastrophe und ermächtigte das System der Vereinten Nationen, wirksame Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung in den betroffenen Regionen zu ergreifen. Die UN-Generalversammlung hat den 26. April zum Internationalen Tag der Erinnerung an die Katastrophe von Tschernobyl erklärt.

Innovationen und Investitionen in Schaffung neuer Arbeitsplätze und Minimierung der Aufnahme von Radionukliden in der Land- und Forstwirtschaft, Verbesserung des Strahlenschutzes, langfristige Überwachung der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit sowie die wissenschaftliche Zusammenarbeit, um die langfristigen Folgen der Katastrophe von Tschernobyl zu forschen, sind für diese Zwecke wichtig.

Belarus rechnet auf die Unterstützung von UN-Agenturen, UN-Mitgliedsstaaten, privaten Investoren und anderen interessierten Partnern.

Belarus ist bereit, sein einzigartiges Wissen über die Beseitigung der Folgen von Nuklearkatastrophen sowie seine Erfahrung in Bezug auf zulässige Strahlendosen, Zoneneinteilung und psychologische Rehabilitation der Bevölkerung auszutauschen.
Wir bewundern den Adel von Menschen, Organisationen und Regierungen, die Mitgefühl zeigen und dem Schicksal der Opfer von Tschernobyl seit mehr als dreißig Jahren nicht gleichgültig gegenüberstehen.

Herzlichen Dank an Deutschland, das als einer der Ersten den Menschen in Belarus, die unter der Tschernobyl-Katastrophe litten, eine helfende Hand reichte. Wir schätzen die Unterstützung zahlreicher deutscher humanitärer Organisationen, einschließlich in der Rehabilitierung belarussischer Kinder.

Wir hoffen auf eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit mit allen Partnern, um die langfristigen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe zu überwinden und die Ziele der nachhaltigen Entwicklung in den betroffenen Regionen zu erreichen.