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Maßnahmen gegen Coronavirus in der Republik Belarus

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Republik Belarus wurden 152 Fälle von Corona-Infektionen bislang in Belarus diagnostiziert (Stand 30. März 2020).

Um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu gewährleisten sowie die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern, werden folgende Maßnahmen in Belarus ergriffen.

1. Die Grenzschutzbehörden und das Gesundheitsministerium unternehmen an allen 36 Grenzübergangsstellen eine Sanitäts- bzw. Quarantänekontrolle, u.a. eine doppelte Sanitäts- bzw. Quarantänekontrolle von Personen, die mit internationalen Flüge am Nationalflughafen Minsk eintreffen (an Bord eines Flugzeugs und im Flughafen selbst).

2. Beim Passieren der Grenze der Republik Belarus sollen die Einreisenden ein „Formular für Ankommende“ (mit Ausnahme von Lkw-Fahrern im Transitverkehr) ausfüllen und sich einer Selbstisolierung innerhalb von 14 Tagen ab ihrem Ankunftsdatum unterziehen.

3. Das Gesundheitsministerium der Republik Belarus aktualisiert ständig ein Verzeichnis der Coronavirus-Risikoländer.

4. Gemäß der Verordnung des Ministerrates vom 25. März 2020 Nr. 171 sollen Personen, die aus Risikoländern ankommen, sich einer häuslichen Selbstisolierung innerhalb von 14 Tagen ab ihrem Ankunftsdatum unterziehen und dürfen das Gebiet der Republik Belarus (bis zum Ablauf der Selbstisolierung) nicht verlassen.

Davon ausgenommen sind:
 — Mitglieder diplomatischer Vertretungen und konsularischer Einrichtungen ausländischer Staaten in der Republik Belarus und mit Residenz in anderen Ländern, internationaler Organisationen und ihrer Repräsentanzen in der Republik Belarus sowie deren Familienangehörige;
 — Leiter und Mitglieder offizieller Delegationen;
 — Lkw-Fahrer im internationalen Güterverkehr;
 — Besatzungsmitglieder von Flugzeugen, Binnenschiffen, Zug- bzw. Lokmannschaften des internationalen Eisenbahnverkehrs;
 — Ausländer beim Transit durch das Gebiet der Republik Belarus zu ihren ständigen Wohnort.

5. Die Arbeit des sanitär-epidemiologischen Dienstes, des Rettungsdienstes, der Ambulanzen und der Krankenhäuser wurde auf Bereitschaftsmodus umgestellt. Es wurde ein Algorithmus zur Vorgehensweise vom medizinischen Personal und anderen Beteiligten bei Verdacht auf Corona-Infektionen ausgearbeitet. Die Bereitschaft von Gesundheitseinrichtungen wurde sichergestellt, Patienten mit Verdacht auf diese Krankheit aufzunehmen. An Grenzübergängen, in Gesundheitseinrichtungen der Stadt Minsk und der Regionen des Landes wurden Probenabnahmestellen für Laboruntersuchungen von den aus dem Ausland einreisenden Bürgern organisiert. Im Republikanischen Wissenschaftlich-Praktischen Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie wurde ein rund um die Uhr funktionierendes diagnostisches Labors eingerichtet. Das Gesundheitsministerium arbeitet an der Zurückverfolgung der Kontakte, damit Personen mit Verdacht auf eine Infektion isoliert werden können.

6. Eine Reihe von Massenveranstaltungen wurde verboten, Dienst- und Geschäftsreisen belarussischer Staatsbürger ins Ausland abgesagt.

7. Desinfektionsmaßnahmen am Nationalflughafen Minsk, an Bahnhöfen und Bushaltestellen und an Fahrzeugen wurden intensiviert. Die Arbeit des öffentlichen Verkehrs wurde umorganisiert, insbesondere sein Takt wurde geändert.

8. Mitarbeiter von Betrieben/Unternehmen wurden auf Homeoffice umgestellt, wo es umsetzbar war. Falls es nicht möglich ist, wird der Arbeitsplan angepasst, um Massenansammlungen von Menschen auszuschließen.

9. Es wird weiterhin daran gearbeitet, die Bevölkerung umfassend über die Corona-Epidemie zu informieren, jedem Einzelnen die Eigenverantwortung gegenüber Mitbürgern in Bezug auf die Einschränkung von sozialen Kontakten und die Einhaltung erforderlicher Hygieneregeln verstärkt nahezulegen.

10. Ausländische Lkw-Fahrer, die den Transitgüterverkehr durch Belarus  gewährleisten, sind verpflichtet, die kürzeste Route über die Autobahnen zu nutzen, wo vom Verkehrsministerium ausgewiesene Plätze für Rast und Betankung vorhanden sind (Anlage 1
der Verordnung des Ministerrates vom 25. März 2020 Nr. 171).

11. Ein Exportverbot wurde für bestimmte Waren aus Belarus, unabhängig von ihrem Herkunftsland, einschl. Einweg-Overalls, Vollschutzanzügen, Atemschutzmasken, Operationskitteln, Masken und anderen medizinischen Hilfsmitteln, vorübergehend eingeführt.

12. Die belarussische Regierung beauftragte das Finanzministerium, zusätzliche Mittel für Maßnahmen zur Vorbeugung der Zufuhr und der Ausbreitung von der Infektion, die durch COVID-19 ausgelöst wird, in Höhe von etwa 2,4 Millionen belarussische Rubel bereitzustellen.